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Berlinale 2013

Filmkritik: „The Necessary Death of Charlie Countryman“ im Wettbewerb der Berlinale 2013

The Necessary Death of Charlie Countryman

Man ahnt, dass mit diesem Film beabsichtigt war, „Transformers“-Hauptdarsteller Shia LaBeouf als ernsthaften Schaupieler auftreten zu lassen. Aber dass der 26-Jährige hier halbwegs überzeugt, liegt weniger an dessen unerwartetem Talent als am erschreckenden erzählerischen wie darstellerischen Niveau dieses Reise-Liebes-Krimi/Films.
Unelegant schwankend zwischen (alb-)traumhaftem Trip und rohem, harten Drama erzählt der Film von der Titelfigur (LaBeouf), dem die gerade verstorbene Mutter erscheint und eine Reise nach Bukarest empfiehlt. Im Flugzeug gen Rumänien hat Charlie gleich die nächste, eher paranormale Erfahrung: Eben erzählt ihm der nette Rumäne auf dem Nachbarplatz noch von seiner Tochter, im nächsten Moment lehnt er tot an der Schulter des Amerikaners, bittet ihn aber nachträglich, Charlie möge doch seine Tochter Gabi (Evan Rachel Wood) aufsuchen. Auch diesem Hinweis aus dem Totenreich folgt er – und  schlittert so prompt in eine Liebesgeschichte mit einer schönen, scheuen Frau. Doch die rumänische Romanze wird rasch getrübt, denn Gabi ist mit zwei unerfreulichen Halbwelt-Gangstern verwickelt, ihrem Noch-Ehemann Nigel (Mads Mikkelsen) und dessen Ex-Kollegen Darko (Til Schweiger).
Hier fügt sich nichts: Regisseur Bond reiht Einzelszenen aneinander, gute und schlechte, spannende, kitschige, oft auch fade. Dass er versucht, die unelegante Erzählung mit einem wabernden Ambient-Score (Moby), Rückblenden und einem klebrig/pathetischen Off-Kommentar aufzuhübschen, macht alles nur schlimmer. Wie Gabi einmal sagt: „Falsch ist manchmal einfach nur falsch.“

Text: Thomas Klein

Foto: Quelle: Internationale Filmfestspiele Berlin

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Wettbewerb Berlinale 2013
The Necessary Death of Charlie Countryman
, USA 2013; Regie: Fredrik Bond; Darsteller: Shia LaBeouf, Evan Rachel Wood, Mads Mikkelsen, Til Schweiger, Rupert Grint, James Buckley; 107 Minuten

 

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