Berlinale 2013

„Parde“ im Wettbewerb der Berlinale 2013

Parde

Im Dezember 2010 hat ein iranisches Gericht Jafar Panahi und seinen Regisseur-Kollegen Mohammad Rasoulof zu einer sechsjährigen Haftstrafe und zu 20-jährigem Schreib- und Regieverbot wegen „Propaganda gegen das System“ verurteilt. Die Vollstreckung des Urteils steht aus, aber Panahis Lage ist prekär geblieben. 2011 hat er dennoch mit Mojtaba Mirtahmasb „In film nist“ („Dies ist kein Film“) in Cannes präsentiert, der um dieses Arbeitsverbot und Panahis Hausarrest in Teheran kreist. Dass die Berlinale nun seine neue Arbeit „Parde“ („Closed Curtain“) präsentiert, ist ein echter Coup. Erneut hat Panahi mit Kamboziya Partovi einen Koregisseur – und erzählt eine selbstbezügliche Geschichte um ein Paar auf der Flucht, das plötzlich seinem Regisseur gegenübersteht. Vorhang auf.

Text: Robert Weixlbaumer

Foto: Quelle: Internationale Filmfestspiele Berlin

Parde (Wettbewerb)
12.2., 16.00, Berlinale-Palast
13.2., 09.30, Friedrichstadt-Palast
13.2., 10.00, Haus der Berliner Festspiele
17.2., 18.00, Cubix 8

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