Berlinale 2014

Berlinale 2014: „Difret“ und „Der Kreis“ gewinnen den Panorama Publikums-Preis

Panorama_PP_c_HSDer 16. Panorama Publikums-Preis, verliehen von der Berlinale-Sektion Panorama, tip Berlin und radioeins geht im Bereich Spielfilm an Difret“ von Zeresenay Berhane Mehari. Der auf wahren Begebenheiten beruhende Film spielt in Äthiopien und folgt einer Anwältin, die in Addis Abeba ein Netzwerk gegründet hat, das mittellosen Frauen und Kindern kostenlosen Rechtsbeistand gewährt. „Difret“ fragt nach einem möglichen Aufbruch des Landes in die Moderne und danach, was geschieht, wenn jahrhundertealte Traditionen gebrochen und Glaubenssätze aufgekündigt werden.

Bei den Dokumentarfilmen konnte sichDer Kreis“ von Stefan Haupt durchsetzt. Die Doku widmet sich dem Anfang der Vierzigerjahre gegründete Netzwerk um die Zeitschrift „Der Kreis“, die als einzige Schwulenorganisation die Herrschaft des Naziregimes überlebte.

Die offizielle Preisverleihung fand am Berlinale-Publikumstag am Potsdamer Platz statt. Den Preis übergaben Panorama-Leiter Wieland Speck, radioeins-Programmmanagerin Dorothee Hackenberg und tip Berlin-Chefredakteurin Stefanie Dörre. Durch die Veranstaltung führte Filmexperte Knut Elstermann.

Der Panorama Publikums-Preis wird seit 1999 verliehen. Seit 2011 werden sowohl der beste Spielfilm als auch der beste Dokumentarfilm geehrt. Der Preis wird in diesem Jahr zusammen mit einer neuen Preisstatue verliehen.

ALLE GEWINNER IN DER ÜBERSICHT

Panorama Publikums-Preis Gewinner – Spielfilm 2014:

1. Platz: Difret„, Äthiopien 2013, Regie: Zeresenay Berhane Mehari

2. Platz:Hoje eu quero voltar sozinho“ (The Way He Looks), Brasilien 2014, Regie: Daniel Ribeiro

3. Platz:Patardzlebi“ (Brides), Georgien / Frankreich 2014, Regie: Tinatin Kajrishvili

Panorama Publikums-Preis Gewinner – Dokumentarfilm 2014:

1. Platz:Der Kreis„, Schweiz 2014, Regie: Stefan Haupt

2. Platz:Finding Vivian Maier„, USA 2014, Regie: John Maloof & Charlie Siskel

3. Platz:Meine Mutter, ein Krieg und ich„, Deutschland 2014, Regie: Tamara Trampe & Johann Feindt

Foto: Harry Schnitger

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