Berlinale 2014

Filmkritik: Aloft

Aloft - Berlinale 2014

Ein Architekt, der aus den Materialien der Natur heilende Strukturen errichtet. Eine Mutter, die gegen die Krankheit ihres Sohnes ankämpft. Ein Mann, der sich mit seinen Jagdfalken von seiner Umwelt abgeschottet hat. Und eine junge Frau, die am nördlichen Polarkreis Kanadas einer tragischen Familiengeschichte auf die Spur kommt. Das klingt nach wohltemperierten Arthouse-Standards, doch die peruanische Regisseurin Claudia Llosa, die mit „The Milk of Sorrow“ 2009 den Goldenen Bären gewann, erzählt in ihrer ersten internationalen Produktion (in den Hauptrollen: Jennifer Connelly und Cilian Murphy,) eine Trauma- und Heilungsgeschichte als Sinnsuche. Die eindrucksvolle Schneelandschaft und der schwindende Permafrost müssen vielleicht etwas zu offensichtlich als Metaphern herhalten. Im Wettbewerb um einen Bären dürfte das aber nicht unbedingt hinderlich sein.

Text: Andreas Busche

Foto: Jose Haro

Chancen auf den goldenen Bären?

Das tip-Bären-Orakel

Aloft, Spanien/Kanada/Frankreich, Regie: Claudia Llosa, Darsteller: Jennifer Connelly, Cilian Murphy, Mйlanie Laurent, Oona Chaplin, William Shimell, Zen McGrath, 112 Minuten

Weitere Termine:

Do 13.02., 12:00 Uhr: Friedrichstadt-Palast

Do 13.02., 19:00 Uhr: Haus der Berliner Festspiele

Do 13.02., 21:00 Uhr: Friedrichstadt-Palast

So 16.02., 12:15 Uhr: Haus der Berliner Festspiele

 

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