Berlinale 2014

Warten auf die Bären

Der Goldene Bär

Eine gute Woche Filme, Filme, Filme liegen hinter uns, der letzte Gang auf dem roten Teppich ist absolviert, der letzte Film des Wettbewerbs gezeigt, die letzte Premiere gefeiert. Traditionell beschäftigt die Festival-Interessierten dann am vorletzten Tag der Berlinale vor allem eine Frage: Wer kriegt am Abend im Berlinale Palast den Goldenen Bären überreicht?
Kandidaten gibt es genau 20, – vier aus Deutschland, der Rest aus aller Herren Länder – die unterschiedlicher nicht sein könnten. Von der Langzeitstudie über die skurrile Komödie und den schwarzhumorigen Thriller bis hin zum Anti-Kriegsdrama sind alle Sparten vertreten und eine Voraussage des Gewinners daher ähnlich schwierig wie bei den Lottozahlen. Tapfer wie wir sind, haben wir es natürlich trotzdem versucht und uns an ein Orakel gewagt. Jeder Film wurde von uns einmal vor und einmal nach der Premiere beurteilt und was da letztlich bei rausgekommen ist, können Sie hier in der Übersicht sehen.

Chancen auf den Goldenen Bären? Das tip-Bären-Orakel 

Liegen wir mit unserem Orakel richtig, dürfte der Goldene Bär in diesem Jahr also nach Texas gehen. Und wenn nicht, dann wissen wir spätestens heute Abend, wie sich die Internationale Jury um ihren Vorsitzenden James Schamus entschieden hat und können uns dann am morgigen Sonntag ganz entspannt in den Kinosessel zurücklehnen. Dann ist nämlich Publikumstag auf der Berlinale und wer bei der Kartenlotterie ein wenig Glück hatte, kriegt den Sieger von Berlin gleich einen Tag später noch einmal auf großer Leinwand präsentiert.
Passend zum Publikumstag auf der Berlinale wird am Sonntag dann auch der Panorama Publikumspreis vergeben. In den zwei Kategorien Spielfilm und Dokumentation konnte die größte Filmjury der Welt (nämlich die Zuschauer) über die Vergabe des von radioeins, der Berlinale und dem tip-Stadtmagazin ausgerufenen Preises entscheiden.
Und wer letztlich dann alles gesehen hat und sich noch einmal mit allen Filmen im Wettbewerb intensiv beschäftigen will, kann z.B. damit beginnen, dass er unsere aktuellen Kritiken vom Festival durchgeht. Alle 20 Wettbewerbsfilme in der Kritik – veröffentlich jeweils kurz nach Premierenende. Schneller und besser geht’s nun wirklich nicht…

Übrigens: Wer morgen Abend nicht zu Hause sein kann und die Live-Übertragung der Preisverleihung bei 3sat nicht im Fernsehen verfolgen kann – wir twittern direkt von der Verleihung auf unserem twitter-Kanal tip Berlin

Die 20 Wettbewerbsfilme der Konkurrenz in der Übersicht:
The Grand Budapest Hotel
  (Wes Anderson)
Jack (Edward Berger)
La voie de l’ennemi (Rachid Bouchareb)
’71 (Yann Demange)
Die geliebten Schwestern
(Dominik Graf)
Kreuzweg (Dietrich Brüggemann)
Historia del miedo (Benjamin Naishkat)
Tui na – Blind Message (Lou Ye)
Kraftidioten (Hans Petter Moland)
Aimer, boire et chanter (Alain Resnais)
Zwischen Welten (Feo Aladag)
Praia do Futuro (Karim Ainouz)
To Mikro Psari (Stratos) (Yannis Economides)
The Third Side Of The River (Celina Murga)
Aloft (Claudia Llosa)
Black Coal, Thin Ice (Diao Yinan)
No Man’s Land (Wu Ren Qu)
(Ning Hao)
Boyhood (Richard Linklater)
Macondo (Sudabeh Mortezai)
Chiisai Ouchi (Yoji Yamada)

Diese Filme liefen im Wettbewerb außer Konkurrenz:
The Monuments Men (George Clooney)
Nymphomaniac, Vol. I (Lars von Trier)
La Belle et la bete (Christophe Gans)

Foto: Ali Ghandtschi / Berlinale 

Mehr über Cookies erfahren