Berlinale 2016

„The Big Eden“ von Peter Dörfler

The Big Eden

Der israelische Filmproduzent Menahem Golan („Eis am Stiel“) und der Berliner Frauenversteher Rolf Eden („Ich, ein Groupie“) haben etwas gemeinsam: Eine Vorliebe für die leichte Muse, und Verwandtschaft in Tel Aviv. Die Begegnung dieser beiden Alphamänner zählt zu den Höhepunkten in Peter Dörflers Dokumentarfilm „The Big Eden“, in dem ein wohlwollendes Porträt des bekanntesten Playboys vom Ku’damm gezeichnet wird.
Rolf Eden kam 1957 nach West-Berlin, angelockt von einer Rückkehrprämie für Menschen, die vor den Nazis geflüchtet waren. Seine Geburt in Palästina, sein kurvenreicher Lebensweg, all das wird hier angesprochen, und sofern es Bildmaterial gibt, wird dies in einer bemerkenswerten 3D-Animation verarbeitet. Den Löwenanteil der Filmzeit beansprucht aber natürlich der Frontmann selbst: Eine Figur, von der sich nicht nur die vielen Frauen in seiner Umgebung, sondern auch seine sieben Kinder fragen, ob er überhaupt so etwas wie einen Identitätskern hat. Peter Dörfler hat danach gar nicht gesucht, und doch eine Menge gefunden.

Text: Bert Rebhandl

The Big Eden (Panorama)
15.2., 17.00, International
16.2., 14.30, Cinestar 7
17.2., 17.30, Cubix 7

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