Berlinale 2016

„Don’t Blink – Robert Frank“

Was passiert, wenn man den Fotografen Robert Frank vor die Kamera setzt, dokumentiert „Don’t Blink“ gleich zu Beginn: Er geht aus dem Bild, weil er es nicht mag, in einen Rahmen gezwängt zu werden. Denn genau das sei es, was er anderen mit seinen Bildern antue. Dass Laura Israel dem „Unwilligen“ sehr nahe kommen darf, liegt auch daran, dass sie eine langjährige Mitarbeiterin ist.
So entsteht ein ­intensiver Streifzug durch das Schaffen Franks. Von den Anfängen als Auftragsfotograf über sein Meisterwerk „The Americans“ von 1959, das den Blick auf die USA und die Fotografie zurechtrückte, bis zu den Filmen der Beat-Generation und der Arbeit mit den Rolling Stones an der Doku „Cocksucker Blues“. Auch Schicksalsschläge sind Teil seiner Arbeit und somit der Doku, die Frank als schelmischen, kompromiss­losen und anarchisch kreativen Menschen und Künstler zeigt.

Text: Mani Beckmann

Foto: Assemblage Films

Don’t Blink – Robert Frank USA/F, 82 Min., R: Laura Israel

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