Berlinale 2016

„Ivanhoe. Der schwarze Ritter“ in der Retrospektive

Ivanhoe. Der schwarze Ritter

Wenn Ritterfilm, dann dieser: „Ivanhoe“, 1952 von MGM in England gedreht, ist ein erstklassiger Actionfilm mit toller Besetzung bis in die Nebenrollen hinein und besitzt gewaltige Bauten des deutsch-britischen Filmarchitekten Alfred Junge, der die Burg Torquilstone auf dem Gelände der Londoner Boreham Wood Studios in Originalgröße – komplett mit Wassergraben – errichtete. Was aber zu allererst beeindruckt sind natürlich die Farben von Technicolor: Da gibt es das leuchtende Blau und Grün der Kleider Lady Rowenas (Joan Fontaine), von denen sich das Honigblond ihrer Haare abhebt, das strahlende Blau-Weiß der Gewänder des Tempelritters Brian de Bois-Guilbert (George Sanders) und das edle Rot der kostbaren Stoffe, mit denen sich die Ritter anlässlich des Turniers von Ashby herausgeputzt haben. Im Gegensatz dazu: der angelsächsische Edle Wilfred von Ivanhoe (Robert Taylor) in schwarzer Rüstung auf einem schwarzen Pferd, den normannischen Adel zum Zweikampf herausfordernd, und die Jüdin Rebecca (Elizabeth Taylor) mit schwarzen Haaren im lichten weißen Kleid vor dem Scheiterhaufen stehend, auf dem sie als Hexe verbrannt werden soll. Was natürlich nicht geschieht, so viel sei schon mal verraten.

Text: Lars Penning

Foto: George Eastman House, Rochester, © 1952 Turner Entertainment Co.

Ivanhoe. Der schwarze Ritter (USA 1952); Regie: Richard Thorpe; Darsteller: Robert Taylor, Elizabeth Taylor, Joan Fontaine, George Sanders; 107 Minuten; FSK ab 12

Termine: Ivanhoe. Der schwarze Ritter

Weitere Informationen zur Retrospektive der Berlinale 2015: 100 Jahre Technicolor

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