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Bettina Blümners Drama „Scherbenpark“

Scherbenpark_01_c_NeueVisionenDie junge Sascha lebt im Scherbenpark, einer Hochhaussiedlung, in der die Zukunftsaussichten für junge Menschen genauso grau sind wie deren Betonwände. Aber Sascha ist ehrgeizig und träumt von einem besseren Leben. Nachdem ihre Mutter von ihrem Stiefvater ermordet wurde, musste sie früh Verantwortung übernehmen. Zwei Ziele treiben sie an: Ein Buch über ihre Mutter schreiben und deren Tod rächen, sobald der Stiefvater aus der Haft entlassen wird. Da lernt sie den Redakteur Volker Trebur kennen, der sie zu sich ins gutbürgerliche Zuhause aufnimmt, wo auch sein Sohn Felix lebt.

„Scherbenpark“ beruht auf einem Bestseller von Alina Bronsky. Die Schauspieler sind gut, aber die Dialoge überzogen und platt (für Felix’ Anmachsprüche muss man sich auch als Teenager fremdschämen), und die Distanz zur widerborstigen Protagonistin überbrückt Bettina Blümner („Prinzenbad“) bis zum Ende nicht. Man fragt sich auch, warum die Beziehung zwischen Sascha und dem Stiefvater kaum thematisiert wird. Ein mäßiger Coming-of-Age-Film mit wenig Tiefe, der eher etwas fürs Fernsehen gewesen wäre.

Text: Siuyan He

Foto:Neue Visionen

tip-Bewertung: Zwiespältig

Orte und Zeiten: „Scherbenpark“ im Kino in Berlin

Scherbenpark Deutschland 2012; Regie: Bettina Blümner; Darsteller: Jasna Fritzi Bauer (Sascha), Ulrich Noethen (Volker Trebur), Max Hegewald (Felix Trebur); 95 Minuten; FSK 12

Kinostart: 21. November

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