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Bewusstseinserweiterung: „The Substance – Albert Hofmann’s LSD“

The_Substance_-_Albert_Hofmann_s_LSDDas aus dem Mutterkornpilz gewonnene Lysergsäurediethylamid entfernt Wahrnehmungsfilter, öffnet die Pforten zum Unbewussten und kann bei entsprechender Disposition unmittelbare Transzendenzerfahrungen bewirken, wie sie sonst nur durch jahrelange Meditation erreicht werden. Bei unkontrolliertem, maßlosem Konsum zum halluzinogenen Rauschgenuss kann es Angstzustände oder Psychosen auslösen, weshalb der LSD-Entdecker Albert Hofmann die Droge in seinem gleichnamigen Buch als „LSD – mein Sorgenkind“ bezeichnete.

Anhand von Interviews mit Hofmann, Psychiatern und LSD-Praktikern sowie zum Teil bisher unveröffentlichtem Archiv-Filmmaterial dokumentiert „The Substance“ die Wirkungsgeschichte der Droge seit ihrer erstmaligen Synthese anno 1938. Hirnforscher, Psychotherapeuten, aber auch die CIA und das US-Militär experimentierten mit LSD. Mitte der 60er-Jahre wurde „Acid“ zur Modedroge der Gegenkultur in den USA und anderswo, psychedelische Künstler und Musiker wie The Grateful Dead nutzten LSD zur Inspiration. Hofmann ging selber immer wieder mal auf den „Trip“ – und lebte 102 Jahre lang.   

Text: Ralph Umard
Foto: Mindjazz Pictures
tip-Bewertung: Sehenswert

The Substance im Kino in Berlin
Schweiz 2011; Regie: Martin Witz;
89 Minuten; FSK k.A.;
Kinostart: 17. Mai

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