Dokumentarfilm

„Big Time“ im Kino

Bjarke Ingels in der Limousine, chauffiert durch New York, Bjarke Ingels auf dem Fahrrad, unzufrieden in Besprechungen, mit Kollegen, Auftraggebern, in Zeitlupe tanzend zum 40. Geburtstag, Bilder von Projekten, visuelle Form- und Farbspielereien, Bjarke Ingels müde, mit Kopfschmerzen, in der MRT-Röhre, voller Angst vor einem Hirntumor.

Foto: Salzgeber

Eines kann man Regisseur Kaspar Astrup Schröder nicht vorwerfen: mangelnde Nähe zum Subjekt des Interesses, dem dänischen Stararchitekten Bjarke Ingels. Wir erfahren, warum er so versessen auf begehbare Dächer ist und dass er ein gefragter Mann ist, sich aber auch nicht zerreißen kann und Aufträge verliert.

Sieben Jahre war Schröder eng an Ingels dran. Obwohl der Film einen spannenden Blick hinter die beruflichen und privaten Kulissen liefert. Obwohl Ingels vielschichtige künstlerische Persönlichkeit durchaus zur Geltung kommt und die Kamera überwältigende Bilder einfängt. Obwohl all dies zutrifft, funktioniert die Doku eher für Fans und Architekturkenner. Und nicht nur der Laie fragt sich am Ende, warum so viel Persönlichkeit und so wenig von der spannenden Architektur in der Doku steckt.

DK 2017, 90 Min., R: Kaspar Astrup Schröder, Start: 1.2.

Mehr über Cookies erfahren