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In Bildern denken: Drei deutsche Filme im Forum

„Was können Sie gut?“, wird Greta Mondo (Mira Partecke) von einer Frau gefragt, die ihr bei der Selbstvermarktung für einen neuen Job helfen soll. „Trinken“, antwortet Greta und stellt sich damit auch ein wenig in eine Berliner feministische Filmtradition (Ulrike Ottinger, aber auch Helke Sander). In die Erfahrungen von Greta fließen viele der Debatten ein, die in der kritischen Intelligenz der Stadt in den letzten Jahren eine Rolle gespielt haben (und die im abgerissenen Palast der Republik einen Topos fanden, der in „Eine flexible Frau“ ausdrück­lich eine Rolle spielt).
In „Sunny Land“, der im Umfeld der Kreuzberger Initiative bbooks entstand, geht es ebenfalls ganz wesentlich um Prozesse der Neugestaltung von Öffentlichkeit in einem Umfeld der Globalisierung von Zeichen und Images. Aljoscha Weskott und Marietta Kesting organisieren ihre Recherchen zu dem artifiziellen Paradies „Sun City“ jedoch als phantasmatischen Text, in den die Realien hineinragen wie Stützen einer kühnen Konstruktion – ein Charakteristikum, das allen drei genannten Filmen aneignet, die auf je ihre Weise das reflexive Moment von Film neu akzentuieren.

Text: Bert Rebhandl

Eine flexible Frau (Forum)
18.2., 16.15,
CineStar 8
19.2., 20.00, Arsenal 1
20.2., 16.30, Delphi
21.2., 20.00, Colosseum 1

Sunny Land (Forum)
16.2., 20.30,
Arsenal 1
17.2., 12.30, Cubix 7
20.2., 22.00, CinemaxX 4

Der Tag des Spatzen (Forum)
17.2., 19.15,
CineStar 8
19.2., 19.00, Delphi
20.2., 12.30, Cubix 7
20.2., 22.30, Arsenal 1

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