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„Birdman“ im Kino

Die Hinterbühne eines Theaters am Broadway ist ein denkbar ungeeigneter Ort, um zu fliegen. Und dennoch schafft der mexikanische Regisseur Alejandro ­Gonzбlez-Iсбrritu in „Birdman“ das scheinbar Unmögliche: Er taucht ein in ein Labyrinth – und hebt dabei doch gleichzeitig auch ab. Michael Keaton spielt Riggan Thomson, einstmals ein Superstar als Darsteller der Figur ­“Birdman“, nun ein Theatermacher, der in vielerlei Hinsicht unter Druck steht und mit einer Insze­nierung einer Kurzgeschichte von Raymond Carver einen Befreiungsschlag versucht.
„Birdman“ gibt sich den Anschein einer langen, ununterbrochenen Kamerabewegung, erschöpft sich aber nicht in formaler Virtuosität, sondern verknüpft geschickt die großen Themen des Showbiz mit abgedrehter Fantastik, und aus einem tollen Ensemble (Emma Stone, Edward Norton, Zach ­Galifianakis) ragt Michael Keaton als Monomane heraus, der in einer großartigen Szene halbnackt durch New York irrt und seinen Auftritt sucht.   

Text: Bert Rebhandl

Foto: Twentieth Century Fox

Orte und Zeiten:
Birdman

Birdman (OT) USA 2014; R: Alejandro Gonzбlez Iсбrritu; D: Michael Keaton (Riggan Thomson), Zach Galifianakis (Jake), Edward Norton (Mike Shiner); 120 Min.

Kinostart: Do, 22. Januar 2014

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