Superheldenfilm

„Black Panther“ im Kino

Lang lebe Wakanda! „Black Panther“ mischt die Marvel-Welt auf

WDS

300 Dollar bietet die US-Satirikerin Sara Benin­casa, wenn man in einer Pressekonferenz von Präsident Trump diesen nach den Beziehungen zu Wakanda fragt. Das ist schon ziemlich lustig, wenn man weiß, dass Wakanda ein afro-futuristischer Staat aus der Welt der Marvel-Comics ist und die Heimat des schwarzen Superhelden Prinz T’Challa. Und T’Challa ist nicht nur ein kluger Staatslenker, im Kostüm des Black Panther kämpft er für Freiheit und Gleichheit.

Wakanda ist auch – so sehen wir es im ersten Solo-Film um den Panther – ein Ort, an dem alles, was in Afrika schiefläuft, klappt: Es gibt keinen Hunger, die tribalen Auseinandersetzungen sind auf rituelle Kämpfe beschränkt, durch eine glitzernde Stadt voller ethno-futuristischer Wolkenkratzer schlängelt sich eine Magnetbahn, Frauen und Männer sind gleichberechtigt. Zu verdanken hat Wakanda den geschichtlichen Vorsprung dem Metall Vibranium, doch dieses Geheimnis haben T’Challas Vorfahren seit Jahrzehnten vor der Öffentlichkeit verborgen. Jetzt ist Wakandas Existenz bedroht, denn der Söldner Killmonger und der Schurke Ulysses Klaue haben eine Ladung Vibranium gestohlen und ­planen, die Substanz zu verkaufen.
Nach etwas lahmen ersten 20 Minuten kommt der Film gut in Schwung und kann durch seine rasant choreografierte Action, die ziemlich witzigen ­Nebenfiguren und sehr schöne James-Bond-­Anklänge überzeugen. Sehr schön auch: Die ­politisch-kulturelle Bedeutung des Black Panther – erstmals wurde schwarzen Jugendlichen hier eine ernsthafte, positive Identifikationsfigur im Bereich der Superhelden geboten. Fazit: Bester Marvel-Film seit „Ant-Man“!

Black Panther USA 2017, 145 Min., R: Ryan Coogler, D: Chadwick Boseman, Michael B. Jordan, Lupita Nyong’o, Martin Freeman, Forest Whitaker, Start: 15.2.

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