Horrorfilm

„Blair Witch“ im Kino

Zurück im Wald: „Blair Witch“ lässt einen erneut ­wohlig gruseln

Lisa (Callie Hernandez) und James (James Allen McCune)/ Foto: Studiocanal

Es gibt vieles, was man gegen den neuen „Blair Witch“-Film einwenden könnte. Dass er unerträglich laut ist und verwirrend schnell ­geschnitten, dass die Figuren austauschbar sind. Und schließlich, dass der Schlussgag – der hier freilich nicht verraten werden darf – absolut hirnerweichend ist.
Auf der anderen Seite ist dieses als Fortsetzung getarnte Remake wahnsinnig spannend und richtig erschreckend. Und das ohne ­explizite Splatter-Effekte. Der wirkliche Grusel spielt sich ausschließlich in den Köpfen der Zuschauer ab – und das war schon immer am wirkungsvollsten.
Erneut macht sich eine Gruppe junger Leute in die Wälder von Maryland auf. James will seine Schwester Heather finden, die 1994 auf der Suche nach der Hexe von Blair im Wald verschwunden ist. Begleitet wird er von der Regisseurin Lisa, seinem Freund Peter und dessen Freundin Ashley. Um sich im tiefen Wald nicht zu verlaufen, nehmen sie die Hilfe der ein­heimischen Landeier Lane und Talia in ­Anspruch. Doch am ersten Abend verletzt sich Ashley schwer am Fuß, in der Nacht bricht die Hölle los – und danach ist nichts mehr, wie es war.
Auch diesmal tun die Filmemacher so, als wäre das Filmmaterial gefunden. Auch diesmal zieht der Film aus dieser „Authentizität“ seine Spannung. Und erneut ist der Film erfreulich kurz. Doch selbst wenn der Neue nicht an das ­Original heranreicht, ist er besser, origineller und respektvoller als der komplett vergurkte zweite Teil.

Blair Witch USA 2016, 89 Min, R: Adam Wingard, D: James Allen McCune, Callie Hernandez, Brandon Scott, Valorie Curry, Start: 6.10.

Bewertungspunkte3

Mehr über Cookies erfahren