Coming of Age

„Blue My Mind“ im Kino

Veränderungen – Ungewöhnliches Pubertätschaos

Daniel Lobos/ Tellfilm

Mit 15 kann man sich schon mal als Außenseiterin fühlen. Das trifft besonders auf Mia (Luna Wedler) zu, die mit ihren Eltern in eine Schweizer Großstadt umgezogen ist. Sie sucht in der neuen Klasse Kontakt zu den vermeintlich coolsten Mädchen: Mit Gianna und ihren beiden Freundinnen kann man in der Mall klauen, Schule schwänzen und Drogen einwerfen. Doch etwas Seltsames geht in Mias Körper vor, und das hat nicht nur damit zu tun, dass ihre Periode eingesetzt hat. Die Veränderungen an ihrem Körper werfen das Mädchen völlig aus der Bahn, sie lässt sich auf schnellen Sex ein, die eh schon schwierige Beziehung zu den ­Eltern eskaliert.

Auf den ersten Blick ist das beim Max Ophüls Preis ausgezeichnete Langfilmdebüt der Schweizerin Lisa Brühlmann ein stimmiges Porträt der heutigen Jugend. Spannend, wie Brühlmann beginnt, die pubertären Veränderungen ihrer Hauptfigur mit der immer sichtbarer werdenden Metamorphose zu betonen und dabei vermehrt auf genretypische ­Momente setzt. Vielschichtig: Berli­nale-Shooting Star Luna Wedler als Mia, die gerade als „Das schönste Mädchen der Welt“ im Kino ­Erfolge feiert.

Blue My Mind CH 2017, 97 Min., R: Lisa Brühlmann, D: Luna Wedler, Zoë Pastelle Holthuizen, Regula Grauwiller, Start: 1.11.

Mehr über Cookies erfahren