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„Blutzbrüdaz“ im Kino

Blutzbrüdaz

Zwei junge Underdogs und idealistische Selfmade-Musikanten träumen von der steilen Karriere, geraten in die Fänge eines skrupellosen Plattenproduzenten, werden ausgebeutet, verraten und verkauft, verlieren ihre Street Credibility, zerstreiten sich – und erkennen am Ende, was wirklich zählt: nämlich Authentizität und Freundschaft.
Tatsächlich verläuft Özgür Yildirims HipHop-Film „Blutzbrüdaz“ zum Glück nicht ganz so schnurgerade. In ihren jeweiligen Schauspieldebüts schlagen sich die Deutschrapper Sido, B-Tight und Alpa Gun nicht schlecht. Ihrer anstrengungslosen Chemie ist es auch zu verdanken, dass die Drehbuch-Klischees im Kampf mit der Berliner Schnauze immer wieder den Kürzeren ziehen. Frauen kommen übrigens auch vor, allerdings stellt das für sie vorgesehene Rollenbild der „Zicke mit Titten“ keinen sonderlich geistreichen Beitrag zur Debatte um Sexismus in der HipHop-Kultur dar. Wer es schafft, darüber hinwegzusehen, wird mit diesem Bubenfilm seinen Spaß haben.

Text: Alexandra Seitz

Foto: Gordon Muehle / Constantin Film

tip-Bewertung: Annehmbar

Orte und Zeiten: „Blutzbrüdaz“ im Kino in Berlin

Blutzbrüdaz, Deutschland 2011; Regie: Özgür Yildirim; Darsteller: Sido (Otis), B-Tight (Eddy), Milton Welsh (Fusco); 86 Minuten; FSK k.A.

Kinostart: 29. Dezember

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