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„Bödälä – Dance The Rhythm“ im Kino

Bödälä

Um fremde Kulturen zu finden, muss man nicht in die Südsee fahren: Ausgangspunkt der Dokumentation „Bödälä – Dance the Rhythm“ ist ein Schweizer Volkstanz, das Bödelen, eine Art Werberitual, bei dem der Mann laut stampfend um seine Partnerin herumtanzt. Mittlerweile übernehmen jedoch auch Frauen den aktiven Part des Tanzes, was Traditionalisten naturgemäß ein Dorn im Auge ist. Doch darum geht es Regisseurin Gitta Gsell nur am Rande, sie setzt vor allem das Vergnügen ihrer Protagonisten am Ausdruck der Gefühle durch die Bewegung des Körpers in Szene.
Dabei beschränkt sie sich nicht allein auf das Bödelen, assoziativ stellt sie einen Zusammenhang zu anderen „Stampftänzen“ wie Steptanz, Irish Dance und einer Schweizer Flamenco-Variation her und beleuchtet die Motivationen der verschiedenen Tänzer und Tänzerinnen, die von fröhlichem Feierabendspaß bis zur Lust am harten Wettbewerb reichen. Beim Versuch, ständig noch irgendeinen weiteren Aspekt des Tanzens oder volkstümlicher Schweizer Kultur unterzubringen, verzettelt die Regisseurin sich allerdings ge­legentlich.

Text: Lars Penning

tip-Bewertung: Annehmbar

Orte und Zeiten: „Bödälä – Dance The Rhythm“ im Kino in Berlin

Bödälä – Dance The Rhythm, Schweiz 2010; Regie: Gita Gsell; 81 Minuten; FSK 0

Kinostart: 25. November

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