Terror-Drama

„Boston“ im Kino

Spielfilm um das Attentat von Boston

Foto: Studiocanal GmbH/ Karen Ballard

Im Sommer 2013 zeigte der US-„Rolling Stone“ als Cover-Boy den Attentäter Dschochar Zarnajew, der mit seinem Bruder Tamer­lan im April 2013 auf dem Boston-Marathon mehrere Bomben zündete. Das Cover erntete viel Kritik.

Regisseur Peter Berg erzählt nun die traurige Geschichte dieses Tages als Actiondrama und Episodenfilm. Da ist der raubeinige, aber herzensgute Polizist (Mark Wahlberg), der an diesem Tag vollen Einsatz zeigt. Ein junges, verliebtes Paar, beide werden verletzt. Ein seltsames Brüderpaar, das zuhause sitzt und zockt. Und ein chinesischer Techniker, der über sich hinauswachsen wird.

Berg bemüht sich redlich, nicht in Klischees zu verfallen. Seine Figu­ren beruhen größtenteils auf der Wirklichkeit, auch die beiden Attentäter und ihre Familie sind nuanciert gezeichnet. Der Film zeigt auch, wo Polizei und Staat eventuell versagt haben. Doch gleichzeitig inszeniert Berg Verfolgungsjagden und Blutgemetzel mit einer derart großen Freude an Action und lässigen Cop-Sprüchen, dass man sich am Ende doch fragt, ob man Terror irgendwo zwischen Action und Romance filmisch beikommen kann.

Patriots Day (OT) USA 2016, 133 Min., R: Peter Berg, D: Mark Wahlberg, Kevin Bacon, John Goodman, J.K. Simmons, Start: 23.2.

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