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Filmkritik

„Brave Mädchen tun das nicht“ mit Lucy Hale: Sex nach To-do-Liste

Teenagerkomödie Die junge Violinistin Lucy Neal, gespielt von der aus „Pretty Little Liars“ bekannten Lucy Hale, hat ihr Leben dank zahlreicher To-Do-Listen gut im Griff, als sie eines  Tages eine erschreckende Entdeckung macht: Ihr Freund guckt Pornos! Sicherlich, das hat er wahrscheinlich mit einem Großteil der jungen Männer gemeinsam, aber für Lucy ist in der Komödie „Brave Mädchen tun das nicht“ trotzdem eine Grenze erreicht. Sie stellt ihn vor die Wahl: Sie oder die Pornos.

Allerdings fällt dem, durch die Beziehung mit der arg verklemmten Lucy sexuell ohnehin stark frustrierten Freund die Entscheidung recht einfach. Er geht.

"Brave Mädchen tun das nicht" von Chris & Nick Riedell
„Brave Mädchen tun das nicht“ von Chris & Nick Riedell. Foto: Capelight

Als Lucy mit ihren Freunden über die Trennung spricht, erzählen die ihr bereitwillig von ihrem Sexleben, inklusive Vibratoren, Pornos und Masturbation. Lucy beschließt, sich ebenfalls sexuell zu befreien und zu verwirklichen, und geht die Thematik wie gewohnt an: Mit einer weiteren To-Do-Liste, bei deren Abarbeitung sie die Komödie „Brave Mädchen tun das nicht“ begleitet.

Ob Lucy einen Strip-Club besucht, einen Sex-Experten konsultiert oder sich mit einem Pornostar trifft,  der Film reiht die einzelne Sequenzen fast zusammenhangslos aneinander, die einzigen verbindenden Elemente sind die To-Do-Liste und Lucys neuer Schwarm Grant (Leonidas Gulaptis).

Den trifft sie nach einer Party zufällig in einem Erotikgeschäft wieder. Und als er ihr, nachdem sie sich versehentlich Potenzcreme auf die Lippen geschmiert hat und unter der Schwellung leidet, wie ein wahrer Gentleman Eiswürfel bringt, wird klar: Das muss wahre Liebe sein.

Harmloser Humor: „Brave Mädchen tun das nicht“ mit Lucy Hale

Die Liebesgeschichte gerät leider genau so vorhersehbar und oberflächlich wie der restliche Film, schafft es nur unfreiwillig durch die einer mäßigen Schultheatergruppe ebenbürtige schauspielerischer Performance der beiden Hauptdarsteller zu unterhalten. Und auch sonst kann der Film mit seinem infantilen, aber auch harmlosen Humor nicht überzeugen, vor allem, weil er selbst so bieder wie die Hauptfigur bleibt.

USA 2020; 94 Min.; R: Chris Riedell & Nick Riedell; D: Lucy Hale, Mindy Cohn, Jackie Cruz; Kinostart: 24. 9. 2020

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