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„The Brothers Bloom“ im Kino

Ein „unwritten life“ ist das, was sich der jüngere Bloom (Adrien Brody) von seinem älteren Bruder Stephen (Mark Ruffalo) wünscht. Seit frühester Jugend hat der sich nämlich die verrücktesten Pläne ausgedacht, nach deren Vorgabe sich das ungleiche Paar – der eine sensibel, der andere eiskalt – als Trickbetrüger durchgeschlagen hat. Meist lief alles wie im Drehbuch, doch nun soll der Griff nach dem Vermögen einer exzentrischen Millionenerbin (Rachel Weisz) ihr letzter gemeinsamer Coup werden, dann will sich Bloom ganz dem „wirklichen Leben“ hingeben. Tatsächlich aber kommt es anders in dieser romantischen Farce von Regisseur Rian Johnson („Brick“).
Der wendungsreiche Plot führt die Protagonisten von Berlin via Griechenland und Prag bis nach St. Petersburg, wobei alles ins Bild gerückt wird, was aus amerikanischer Sicht als osteuropäisch durchgeht. Zwischen „Cabaret“ und Kusturica munter oszillierend, nimmt „The Brothers Bloom“ auch gleich noch Anleihen bei Fellini und natürlich bei „Der Clou“. Gleichwohl bewirkt das allzu ausbaldowerte Drehbuch, dass man sich irgendwann nach einem „ungeschriebenen Film“ sehnt, in den sich auch das reale Leben einschmuggeln kann.

Text: Jörg Schöning

tip-Bewertung: Annehmbar

Orte und Zeiten: „The Brothers Bloom“ im Kino in Berlin

The Brothers Bloom, USA 2008; Regie: Rian Johnson; Darsteller: Adrien Brody (Bloom), Mark Ruffalo (Stephen), Rachel Weisz (Penelope); Farbe, 109 Minuten

Kinostart: 27. August

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