Science-Fiction

„Bumblebee“ im Kino

Tiefe Freundschaft: Ein berührendes Prequel aus der „Transformers“-Reihe: Bumblebee

Paramount Pictures

Nach der letzten Fortsetzung schien aus der „Transformers“-Reihe ein wenig die Luft raus zu sein. Also blickten die Macher in die andere Richtung und drehten ein Prequel. „Bumblebee“ spielt 20 Jahre bevor Shia LaBeouf einen gelben Camaro auf dem Schrottplatz fand, der sich als Roboter aus fernen Welten entpuppte. Wir schreiben also das Jahr 1987; auf ­Cybertron – dem Heimatplaneten der Transformers – tobt ein Roboter-Krieg und ein Transformer entkommt zur Erde. Kaum noch funktionsfähig versteckt er sich in Gestalt eines gelben Autos, eines Käfers. Den bekommt die Teenagerin Charlie (Hailee Steinfeld) zum 18. Geburtstag geschenkt. Bald wird er auf den Namen Bumblebee getauft (auf Deutsch Hummel) und entpuppt sich auf nicht erwartete Weise als Motor ihrer Emanzipation.

Jahrelang war Michael Bay der Herr der „Transformers“-Filme, nun führt der bislang nur durch seinen Animationsfilm „Kubo – Der tapfere Samurai“ aufgefallene Travis Knight Regie. Logischerweise ist Knight nicht Bay, was Nachteile hat, aber auch Vorteile. Stilistisch reicht „Bumblebee“ in keinem Moment an die gigantomanischen Action-Exzesse heran, in denen Bay zuletzt das Kino als pures visuelles Vergnügen zelebrierte. Dafür ist der Film nicht so misogyn wie bei Bay üblich und erzählt eine nachvollziehbare Geschichte, die tatsächlich berührt. Wie sich zwischen Charlie (die früh ihren Vater verlor und sich in ihrem Außenseiterdasein gefällt) und dem sprachlosen Transformer (der sich durch Liedzeilen aus dem Autoradio verständlich macht) eine Freundschaft entwickelt, ist erstaunlich ergreifend.

Bumblebee USA 2018, 113 Min., R: Travis Knight, D: Hailee Steinfeld, John Cena, Pamela Adlon, Stephen Schneider, Start: 20.12.

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