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George Clooney und Brad Pitt als Deppen in „Burn After Reading“

Szene aus Burn After ReadingKomödien der Coen-Brüder können sehr drastisch sein. In Burn After Reading kommt es zur Katastrophe, weil durch Dummheit und Gier ein eh schon hirnrissiger Erpressungsversuch außer Kontrolle gerät. In groben Zügen geht es um eine CD mit angeblichem CIA-Material, einen Reigen von Seitensprüngen und zwei Fitnesstrainer, die das schnelle Geld machen wollen. Im Hintergrund agieren diverse Geheimdienste, Scheidungsanwälte und völlig unerwartet schließlich auch die Russen. Ein ganzer Haufen von Kretins kommt sich so im intriganten Washington in die Quere und produziert auf idiotische Weise zwei Tote.

Szene aus Burn After ReadingDas Staraufgebot in diesem Spacken-Panorama ist beträchtlich: George Clooney, Frances McDormand, John Malkovich, Tilda Swinton und Brad Pitt tauchen für die Coens in die Welt der Schwachköpfe ein. Clooney und Pitt spielen dabei Männer mit besonders limitierter Intelligenz und besonders grundeinfachen Bedürfnissen. Als Regierungsbeamter Harry Pfarrer bastelt Clooney in seinem Hobbykeller zudem an einem Apparat, der die Masturbationsgeräte-Industrie revolutionieren könnte. Pitt hingegen brilliert als selten dämlicher Fitnesstrainer mit unglaublicher Frisur. Nach Javier Bardems Killerfrisur in No Country for Old Men setzt auch dieser Coens-Film wieder Maßstäbe. Pitts unfassbarer Haarschnitt wird nur von seiner gigantischen Dummheit und maßlosen Geldgier übertroffen.

Text: Volker Gunske

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Burn After Reading USA 2008;
Regie: Joel Coen, Ethan Coen;
Darsteller: George Clooney (Harry Pfarrer), Frances McDormand (Linda Litzke), Brad Pitt (Chad Feldheimer), John Malkovich (Osborne Cox), Tilda Swinton (Katie Cox);
Farbe, 95 Minuten;
Kinostart: 2. Oktober 2008

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