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„The Cabin in The Woods“ im Kino

The Cabin in The Woods

Ein unheimliches Haus an einem abgelegenen Ort, knarrende Treppenstufen, Gruselkeller und eine Gruppe junger Leute, die einer nach dem anderen grausig ins Jenseits befördert werden – ein Standardprogramm im Horrorgenre, das in diesem bereits 2009 gedrehten und verspätet veröffentlichten Film auf ungewöhnliche Weise raffiniert variiert und erweitert wird: mit Science-Fiction-Elementen, medienkritischen Motiven und einem phantasmagorischen Finale mit Bildern wie von Hieronymus Bosch, sowie einem Gastauftritt von Sigourney Weaver.
Es ist ein Spiel mit der Erwartungshaltung von Horrorfilmfans, das gleichzeitig deren typische Reaktionsweisen widerspiegelt – ebenso das noch immer puritanisch geprägte kollektive Unterbewusste US-amerikanischer Jugendlicher, deren sexuelle Verklemmung hier durch eine enthemmende Droge gelöst wird. Auf einer übergeordneten Handlungsebene werden die Pervertierung von Reality-TV-Shows, der Zynismus ihrer Macher und die Quotenjagd satirisch überspitzt persifliert. Insgesamt gesehen handelt es sich um eine Art Meta-Horrorfilm, der als solcher durchaus gelungen ist.

Text: Ralph Umard

Foto: Diyah Pera / 2012 Universum Film GmbH

tip-Bewertung: Sehenswert

Orte und Zeiten: „The Cabin in The Woods“ im Kino in Berlin

The Cabin in The Woods, USA 2011; Regie: Drew Goddard; Darsteller: Kristen Connolly (Dana), Chris Hemsworth (Curt), Anna Hutchison (Jules); 95 Minuten; FSK k.A.

Kinostart: 6. September

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