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Carl Theodor Dreyer-Retrospektive im Kino Arsenal

Carl Theodor Dreyer-Retrospektive: Trotz des frühen Triumphes mit „La passion de Jeanne d’Arc“ (1928) musste er immer wieder zehn oder mehr Jahre warten, bis er wieder drehen konnte. Doch Dreyers Arbeiten wurden eine Schule des Sehens für Generationen von Regisseuren, denen in seinen reduzierten und zugleich hoch­expressiven Arbeiten jener magische Moment begegnete, in dem die gesteigerte gegenständliche Nähe ins Metaphysische umschlägt, ein Gesicht zur Seelenlandschaft wird. Das Kino Arsenal zeigt in den nächsten Wochen alle seine 14 Spielfilme sowie einige Kurzfilme in größtenteils restaurierten Fassungen, darunter auch „Du skal aere din hustru“ (1925 / Foto). Eine der seltenen Gelegenheiten nachzuvollziehen, warum Truffaut Dreyer in eine Reihe stellte mit den frühen „Königen“ des Films, mit Griffith, Stroheim, Murnau, Eisenstein und Lubitsch. Seine Eloge verfasste Truffaut, der Magie des Konkreten folgend, in eben jenem Ledersessel, in dem Dreyer über Jahre gearbeitet hatte.

Text: Stella Donata Haag

Retrospektive Carl Theodor Dreyer, Kino Arsenal bis Mi 31. März

Weitere Informationen und Programm: www.arsenal-berlin.de 

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