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„Chanel & Igor Strawinsky“ im Kino

Paris 1913, bei einer Aufführung des damals verkannten Meisterwerkes „Le Sacre du Printemps“ kreuzten sich zum ersten Mal die Wege des Komponisten Igor Strawinsky und der legendären Modeschöpferin Coco Chanel. Später soll es eine kurze leidenschaftliche Liaison zwischen ihnen gegeben haben, die sich dieses neue Biopic über Chanel als zunächst viel versprechendes Sujet gewählt hat, immerhin handelt es sich um zwei Künstlerpersönlichkeiten, die beide auf ihre Weise gegen die Restriktionen ihrer Zeit rebellierten.
Regisseur Jan Kounen inszeniert allerdings im Landhaus Chanels, in dem sie dem verarmten Künstler samt Familie Asyl bot, eine Amour Fou als schwelgerischen Bilderreigen, in dem die Körper, die sich auf seidenen Laken ineinander verschlingen, nur die perfekt ausgestatteten Dekors zu komplettieren scheinen. Die handwerklich solide Inszenierung generiert eine makellose Oberfläche, die nicht durchlässig wird für die Kämpfe, die darunter angeblich ausgefochten werden.

Text: Valerie Bäuerlein

tip-Bewertung: Uninteressant

Orte und Zeiten: „Chanel & Igor Strawinsky“ im Kino in Berlin

Chanel & Igor Strawinsky (Coco Chanel & Igor Stravinsky), Frankreich 2009; Regie: Jan Kounen; Darsteller: Anna Mouglalis (Coco Chanel), Mads Mikkelsen (Igor Stravinsky), Yelena Morozowa (Catherine Stravinsky); Farbe, 132 Minuten

Kinostart: 15. April

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