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„Charlie Mariano – Last Visits“ im Kino

Charlie Mariano - Last Visits

In seiner Jugend hat er mit den Bebop-Pionieren Dizzy Gillespie und Charlie Parker musiziert, die er vergötterte; anfangs war sein Altsaxofonspiel auch stark von Johnny Hodges geprägt. Später entwickelte Charlie Mariano eine eigene, eher lyrische Spielweise und begann, selber zu komponieren. Der 1923 in Boston geborene Italoamerikaner begeisterte sich für indische Musik, profilierte sich in Europa als herausragender Vertreter des Fusion-Jazz und wohnte bis zu seinem Lebensende in Köln. Interviewpassagen, in denen sich Mariano an seinen Werdegang erinnert und Musiker zu Wort kommen, die von ihm maßgeblich inspiriert wurden, wechseln mit Proben- und Konzertaufnahmen. Musikalischer Höhepunkt ist Marianos letztes großes Konzert anlässlich seines 85. Geburtstags im November 2008 in Stuttgart: Im virtuosen Zusammenspiel mit dem Gitarristen Philip Catherine und dem Pianisten Jasper van’t Hof entfaltet Marianos Saxofonklang noch einmal seine volle Ausdruckskraft. Ein letzter Hausbesuch zeigt den bereits vom Tode gezeichneten Künstler wenige Wochen, bevor er am 16. Juni 2009 verstarb.

Text: Ralph Umard

Foto: Real Fiction Filmverleih

tip-Bewertung: Sehenswert

Orte und Zeiten: „Charlie Mariano – Last Visits“ im Kino in Berlin

Charlie Mariano – Last Visits, Deutschland 2013; Regie: Axel Engstfeld; 99 Minuten; FSK k. A.

Kinostart: 13. Februar

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