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„Chinese zum Mitnehmen“ im Kino

Chinese zum Mitnehmen

Buenos Aires: Eisenwarenverkäufer Roberto (Ricardo Darнn) ist ein Eigenbrötler und Pedant, dem andere Menschen grundsätzlich zuwider sind, sogar die attraktive wie interessierte Mari (Muriel Santa Ana). Doch als ihm ein junger Chinese (Ignacio Huang), geschlagen und bestohlen, aus einem Taxi buchstäblich vor die Füße geworfen wird, zeigt er Schwäche.
Eigentlich will Roberto den Touristen, der kein Wort Spanisch spricht, nur schnell zu der Adresse fahren, die der Chinese auf den Arm gemalt hat. Doch bald hat der Einsiedler einen Untermieter, und Robertos Versuche, den jungen Chinesen wieder loszuwerden, scheitern an widrigen Umständen, aber auch Robertos überraschendem Verantwortungs- und Mitgefühl. Hauptdarsteller Ricardo Da­rнn, seit „XXY“ und dem Oscar-Gewinner „In ihren Augen“ ein Star, gibt der Geschichte Hintersinn und Bodenhaftung. Unter Robertos harter Schale ist ein melancholischer Humanist versteckt, und Sebastiбn Borenszteins Film entpuppt sich trotz gelegentlicher Albernheit als eher bittersüße Geschichte: Am Ende darf man hier wie Roberto auch etwas gerührt sein.

Text: Thomas Klein

Foto: Ascot Elite Filmverleih

tip-Bewertung: Sehenswert

Orte und Zeiten: „Chinese zum Mitnehmen“ im Kino in Berlin

Chinese zum Mitnehmen (Un Cuento chino), Argentinien/Spanien 2011; Regie: Sebastiбn Borensztein; Darsteller: Ricardo Darнn (Roberto), Ignacio Huang (Jun Quian), Muriel Santa Ana (Mari); 93 Minuten; FSK 12

Kinostart: 5. Januar

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