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Berlinabenteuer 

„Cleo“ und ihre Freunde auf der Spur einer Zeitmaschine

Für viele war der Novembertag, als 1989 die Berliner Mauer geöffnet wurde, ein Tag des Jubels. Aber für Cleo ist der Tag trauma­beladen, starb doch ihre Mutter bei ihrer Geburt; Jahre später kam dann der Vater bei einer Schatzsuche ums Leben

Detailfilm/ Weltkino

Das nagt an Cleo, die sich nichts sehnlicher wünscht als die Zeit zurück­zudrehen und mit ihren Eltern vereint zu sein. Und da soll es tatsächlich eine Uhr geben, mit deren Hilfe das möglich ist, ein historisches ­Artefakt, das in dem Labyrinth, das sich unter der Hauptstadt befindet, verborgen sein soll.

Mit seinem Langfilmdebüt „Cleo“, Eröffnungsfilm der Berlinale-Sektion Generation Kplus 2019, hat Erik Schmitt nach eigenwilligen Kurzfilmen einen Berlin-Werbefilm der angenehmen Art ­geschaffen – originell und verspielt, was durch den Einsatz zahlreicher Animationen unterstrichen wird. Wenn Cleo sich gemeinsam mit Paul, der die Schatzkarte besitzt, auf die Suche quer durch Berlin begibt, kommen ihnen nicht nur einige menschliche Gefährten zu Hilfe, sondern auch die Geister legendärer Berliner: Wissenschaftler wie Albert Einstein, Max Planck und Heinrich Schliemann, aber auch die berühmt-berüchtigten Gebrüder Sass, die in den 1920ern für zahlreiche Einbrüche bekannt wurden. Prägnante Orte wie die Abhörstation auf dem Teufelsberg wechseln mit unverbrauchten Szenerien, ein Stadtführer spricht das Publikum mit nüchterner Diktion direkt an. Ein origineller Familienfilm.

Cleo D 2019, 91 Min., R: Erik Schmitt, D: Marleen Lohse, Jeremy Mockridge, Max Mauff, Heiko Pinkowski, Start: 25.7.

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