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„Cockneys vs. Zombies“ im Kino

Cockneys vs. Zombies

„Luxuriöses Leben im Herzen von East London“ verspricht eine Werbetafel zu Beginn. Das gilt aber nur für diejenigen, die das entsprechende Geld haben – also definitiv nicht für die Bewohner eines Altenheimes, das von Schließung und Abriss bedroht ist. Zu den Betroffenen gehört auch der Großvater der Brüder Terry und Andy, weshalb sie beschließen, mit einem Raubüberfall Abhilfe zu schaffen. Allerdings müssen sie kurz danach feststellen, dass London sich in Zombietown verwandelt hat, nachdem Bauarbeiter einen tödlichen Virus freigesetzt haben, der Menschen zu mordlustigen Bestien macht.
Peter Jacksons „Braindead“ war das Schlüsselerlebnis für den jungen Regisseur Matthias Hoene, der seine Filmausbildung in London absolvierte und anschließend Kurzfilme und Musikvideos drehte. Mit „Cockneys vs. Zombies“ legt er einen drastischen Splatterfilm mit schwarzen Humor vor, der zugleich eine Liebeserklärung an das (von Neubauten bedrohte) Londoner East End und seine Bewohner ist. Das gilt zumal in der zweiten Hälfte des Films, wenn die Brüder sich aufmachen, ihren Großvater und seine Mitbewohner vor den Zombiehorden in Sicherheit zu bringen.  Dabei können auch die Alten zeigen, was sie noch draufhaben, allen voran Alan Ford (der Gangsterboss aus „Snatch“) und Honor Blackman, die als Vorgängerin von Diana Rigg einst John Peel in „Mit Schirm, Charme und Melone“ zur Seite stand und als Pussy Galore Sean Connery im James- Bond-Film „Goldfinger“ den Kopf verdrehte.

Text: Frank Arnold

Foto: Owen Billcliffe 2011 / Studiocanal

tip-Bewertung: Sehenswert

Orte und Zeiten: „Cockneys vs. Zombie“ im Kino in Berlin

Cockneys vs. Zombies, Großbritannien 2012; Regie: Matthias Hoene; Darsteller: Michelle Ryan (Katy), Georgia King (Emma), Honor Blackman (Peggy); 95 Minuten; FSK k.A.

Kinostart: 4. Oktober

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