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„Conjuring – Die Heimsuchung“ im Kino

The Conjuring

Die Verdienste des 1977 in Malaysia geborenen James Wan um das Horrorgenre sind unbestreitbar: 2004 legte er den Grundstein für die „Saw“-Serie, 2010 drehte er mit „Insidious“ einen im besten Sinne altmodischen und traditionsbewussten und daher gemein gruseligen Film über eine Familie, die in ihrem neuen Heim von Geistern und Dämonen heimgesucht wird.
Ein sehr ähnliches Thema hat auch „The Conjuring“, der zwar nicht ganz an die große Klasse seines Vorgängers heranreicht, nichtsdestotrotz aber fies an den Nerven des Publikums zerrt und es im rechten Moment schockt. Wan ist sich über die Bedeutung von Figurencharakterisierung, Kameraführung und Musikeinsatz im Klaren. An Stelle von Pappkameraden, Schnittgewittern und Retortensound bietet „The Conjuring“ also sehenswertes Schauspiel, stimmungsvolle Bildgestaltung und einen von Joseph Bishara verantworteten Score, der den Status einer eigenständigen Komposition für sich in Anspruch nehmen kann. Sogar die (angeblich wahre) Geschichte hat mit ihrem bedenkenswert bedenklichen, konservativ-religiösen Subtext etwas mehr zu bieten als der Horrorfreund gemeinhin zu erwarten wagt. Ein Rundum-Vergnügen.

Text: Alexandra Seitz

Foto: Michael Tackett / 2013 Warner Bros. Entertainment Inc.

tip-Bewertung: Sehenswert

Orte und Zeiten: „The Conjuring“ im Kino in Berlin

The Conjuring, USA 2013; Regie: James Wan; Darsteller: Vera Farmiga (Lorraine Warren), Patrick Wilson (Ed Warren), Lili Taylor (Carolyn Perron); 112 Minuten; FSK 16

Kinostart: 1. August

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