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„Cop-Out – Geladen und entsichert“ im Kino

Ursprünglich sollte dieser Film „A Couple of Dicks“ heißen, das hätte zu den oft anzüglichen Dialogen von Regisseur Kevin Smith gepasst. Man hätte auch erwarten können, dass das Indie-Aushängeschild Smith („Clerks“) dem Genre des Cop-Buddy-Movies einige neue Akzente abgewinnen hätte können, wenn er den beiden Protagonisten seine typischen Monologe in den Mund gelegt hätte. Aber Smith, der hier zum ersten Mal ein fremdes Drehbuch inszeniert, begnügt sich damit, die Standards der Gattung abzuspulen, wenn er den müden Bruce Willis und den überdrehten Tracy Morgan als New Yorker Polizisten eine schöne Zeugin in Schutzhaft nehmen oder sich von einem Kleinkriminellen (Seann William Scott) totquatschen lässt. Einige durchaus witzige Momente sind keine Entschädigung für die ausgedehnte Laufzeit. Und selbst aus der Idee, dass die beiden einer gestohlenen seltenen Baseball-Card hinterherjagen (mit deren Verkauf Willis die Hochzeit seiner Tochter finanzieren will), schlägt der Film kaum Funken. Bruce Willis-Freunde mögen leidlich auf ihre Kosten kommen, für Fans von Kevin Smith dagegen ist „Cop-Out“ eine herbe Enttäuschung.

Text: Frank Arnold

tip-Bewertung: Uninteressant

Orte und Zeiten: „Cop Out“ im Kino in Berlin

Cop Out, USA 2009; Regie: Kevin Smith; Darsteller: Bruce Willis (Jimmy Monroe), Tracy Morgan (Paul Hodges), Juan Carlos
Hernandez (Raul); Farbe, 107 Minuten

Kinostart: 15. April

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