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„Country Strong“ im Kino

Country Strong

Eine Vierecksgeschichte mit viel Musik und mehr Alkohol. Country-Star Kelly Canter (Gwyneth Paltrow) ist nach einem Absturz bei einem Konzert in Dallas schwer derangiert und versucht nach dem Entzug ein Comeback. Ihr zur Seite steht dabei nicht nur ihr Manager und bedingt treuer Ehemann (Country-Sänger Tim McGraw, der als einziger hier nicht singt), sondern auch der junge Beau Hutton (Garrett Hedlund). Die so ehrgeizige wie naive Chiles Stanton (Leighton Meester) ergänzt das Liebes- und Country-Quartett. Gesungen wird, getrunken wird auch, und man geht miteinander (heterosexuell) ins Bett.
Autorin und Regisseurin Shana Feste ist um die korrekte Anmischung der Zutaten zum texanischen Melodram sichtlich bemüht. Leider bleibt mancher Beweggrund hinter Hotelzimmertüren im Dunkeln. Mehr als ein Country-Klischee feiert fröhlichen Urstand. Die Musik ist bestenfalls mittelgut, und der Vergleich des aufrechten Beaus mit Townes Van Zandt ist ein Witz. Vollends reaktionär ist schließlich die mit Tremolo vorgetragene Botschaft vom Show-Geschäft, das die Seelen der blondesten Frauen zerstört.

Text: Ekkehard Knörer

tip-Bewertung: Uninteressant

Orte und Zeiten: „Country Strong“ im Kino in Berlin

Country Strong, USA 2010; Regie: Shana Feste; Darsteller: Gwyneth Paltrow (Kelly Canter), Tim McGraw (James Canter), Garrett Hedlund (Beau Williams); 117 Minuten; FSK 12

Kinostart: 9. Juni

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