Thriller

„Dark Blood“ im Kino

„Dark Blood“ mit dem verstorbenen River Phoenix

Foto: Sluizer Films

Das Ziel: ein paar Tage in der Wüste herumfahren. In einer Gegend, wo vor Jahren Atombombentests gemacht wurden. Sie sind ein nicht mehr ganz junges Hollywoodpaar, um Karriere und Ehe steht es nicht so gut. Die beiden geraten an einen merkwürdigen Mann, dessen Frau an Krebs gestorben ist und der das Ende der Welt erwartet. Es beginnt ein Katz-und-Maus-Spiel um die Rückkehr in die Zivilisation und die Gunst der Frau.
„Dark Blood“ ist eine echte Rarität, die ­wundersame Rettung eines eigentlich gescheiterten Filmprojektes. Die Außenaufnahmen in der Wüste von Utah waren abgeschlossen, aber erst etwa drei Viertel des Films hatte Regisseur George Sluizer abgedreht, als Hauptdarsteller River Phoenix am 31. Oktober 1993 mit 23 Jahren an einer Überdosis starb. Der Film blieb unvollendet, das Material ging an die Versicherung. Sluizer konnte 2012 die jetzige, sehr ­sehenswerte Fassung montieren. Man sieht nicht die traurige Ruine eines Films, sondern einen gut gemachten Thriller mit mystischen Anklängen. Dass einige Szenen fehlen, stört nicht. An diesen Stellen berichtet Sluizer mit sanfter Stimme aus dem Off, was geschehen sollte. So kann man River Phoenix in seiner letzten Rolle erleben.

Text: Karlheinz Oplustil

Dark Blood NL 2012, 86 Min., R: George Sluizer, D: River Phoenix, Judy Davis, Jonathan Pryce, Start: 17.11.

Bewertungspunkte2

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