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„The Darkest Hour“ im Kino

Darkest_HourNatürlich gibt es Ausnahmen wie E.T. oder jenes drollige Kerlchen, das einst durch Louis de Funes‘ Darmflatulenzen auf die Erde gelockt wurde. In den meisten Fällen aber kommen Außerirdische nicht den ganzen Weg durch das All gerauscht, um mit den Menschen Freundschaft zu schließen. Das ist auch in „Darkest Hour“, produziert vom russischen Action-Spezi Timur Bekmanbetov, nicht anders. Einmal mehr ist die Erde hier das Ziel einer ausbeuterischen und höchst destruktiven Space-Spezies, die es auf Metalle und Elektrizität abgesehen hat und ohne Rücksicht auf Verluste alle irdischen Lebewesen in ihrem Weg in Sekundenschnelle pulverisiert. Ungewöhnlich ist dabei nur der Schauplatz: Anstelle von US-Metropolen ist diesmal Moskau das Zentrum der Angriffe. Ansonsten nimmt aber alles seinen genreüblichen Verlauf. Selbst die kleine Gruppe Überlebender, die versucht, der Invasion elektrifiziert energetischer Außerirdischer zu entkommen, besteht zunächst aus Amerikanern (u.a. Emile Hirsch).

„The Darkest Hour“ ist im Grunde ein recht plumper Alien-B-Movie-Quatsch mit Logikproblemen, stereotyper Russen-Breitbeinigkeit und teils erfrischender Lächerlichkeit. Trotzdem gibt es einige recht ansehnliche Postapokalyptik-Impressionen aus der russischen Hauptstadt, und in der Aneinanderreihung von Flucht- und Versteckmomenten stecken immerhin auch ein paar wirkungsvolle Spannungsspitzen.     

Text: Sascha Rettig

Foto: Twentieth Century Fox

tip-Bewertung: Zwiespältig

Orte und Zeiten: „The Darkest Hour“ im Kino in Berlin

The Darkest Hour USA 2011; Regie: Chris Gorak; Darsteller: Rachael Taylor (Anne), Emile Hirsch, Olivia Thirlby (Natalie); 90 Minuten; FSK k.A.

Kinostart: 29. Dezember

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