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Das 5. Arabische Filmfestival in Berlin

Return to Homs

Was ist aus dem „Arabischen Frühling“ von 2011 geworden? Ein scheiternder Staat in Libyen, ein Bürgerkrieg in Syrien, eine Rückkehr fast an den Ausgangspunkt in Ägypten, ein wenig Fortschritt in Tunesien. Das Bild, das man aus Filmen bekommt, ist differenzierter, wie man auf dem 5. Arabischen Filmfestival ausführlich sehen kann. Hier gibt es etwa den Dokumentarfilm „Return to Homs“ (Bild) von Talal Derki, der am Beispiel zweier Männer den Widerstand gegen das Regime Assad in Syrien nachvollziehbar macht; oder „Omar“, den neuen Spielfilm des palästinensischen Regiestars Hany Abu-Assad (der auch eingeladen ist, sein Kommen ist noch unsicher). Auch hier geht es um einen Freiheitskämpfer, der allerdings die Seiten wechselt. In dem tunesischen „It Was Better Tomorrow“, in dem Hinde Boujemaa eine Frau und ihren halbwüchsigen Sohn auf der aufreibenden Suche um einen Platz zum Leben begleitet, wird die revolutionäre Spannung auf den Punkt gebracht: Die neuen Verhältnisse sind eine Zumutung, die alten waren es auch. Der Fortschritt schlägt Haken.

Foto: ALFILM

5. Arabisches Filmfestival?, Mi 19.–Mi 26.3. im Babylon-Mitte, Eiszeit und Arsenal

www.alfilm.de

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