Schocker

„Das Belko Experiment“ im Kino

Man verfolgt das drastische Treiben, fühlt mit den sym­pa­thischeren Figuren und fragt sich, welcher Irre hinter dem „Experiment“ stecken mag

Foto: Kinostar

Dieser verfluchte Chip. Weil es in Kolumbien oft zu Entführungen von Ausländern kommt, wurde allen Mitarbeitern einer US-Firma ein Ortungs-Chip in den Hals eingepflanzt. Rund 80 Ausländer unter ihrem Chef Barry Norris (Tony Goldwyn) arbeiten auf einem streng abgesicherten Terrain außerhalb von Bogotà – unter ihnen die frisch eingestellte Dany ­(Melonie Diaz). Doch plötzlich wird das Hochhaus mittels Metallplatten nach außen abgeschottet. Eine ­Stimme verkündet über Lautsprecher, dass man nur überleben werde, wenn man sich an die Regeln des „Belko-Experiments“ halte. Die wichtigste: Töten oder Getötet-werden. Wer sich querstellt, stirbt – der Chip ist eine Mini-Bombe …
James Gunn, der Mann hinter „Guardians of the Galaxy“, hat die fiese Vorlage zu diesem Horrorthriller fabriziert und den Australier Greg McLean mit der Regie beauftragt. Und dass der sich mit sehr blutigen Scharmützeln auskennt, hat er mit „Wolf Creek“ bewiesen. Erneut wird vorgeführt, wie unterschiedlich sich Menschen in lebensbedrohlichen Situationen verhalten. Während Norris und einige Kollegen zu Killermaschinen mutieren, versucht Mike (John Gallagher Jr.) seine Menschlichkeit zu bewahren. Man verfolgt das drastische Treiben, fühlt mit den sym­pa­thischeren Figuren und fragt sich, welcher Irre hinter dem „Experiment“ stecken mag. Spannend und fatalistisch.

The Belko Experiment (OT) USA 2017, 88 Min., R: Greg McLean, D: John Gallagher Jr., Melonie Diaz, Tony Goldwyn, Start: 15.6.

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