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„Das gelbe Segel“ im Kino

Das gelbe Segel
Nach langen Jahren im Gefängnis wieder auf freiem Fuß, reist Brett (William Hurt) durch Louisiana, zurück zu seiner großen Liebe May (Maria Bello). Falls die ihn noch will, wäre, so die Absprache, ein gelbes Tuch über ihrem alten Boot gehisst. Die Hoffnung ist groß, das 2005 vom Hurrikan Katrina verwüstete Land weit, der Weg auch. Brett bildet mit der 15-jährigen Martine (Kristen Stewart) und ihrer Zufallsbekanntschaft, dem leidlich verdrehten Gordy (Eddy Redmayne), eine Fahrgemeinschaft, der Ex-Sträfling ist bald Aufpasser und auch ein wenig Vaterfigur. Schlimmer, meint die von jugendlichem Weltschmerz geschüttelte Martine einmal, könne das Leben für sie ja nicht mehr werden. „Mit der Zeit wahrschein­lich schon“, sagt Brett.
Die Geschichte von Pete Hamill hatte 1977 schon Yoji Yamada verfilmt, Udayan Prasad gelingt seine Fassung in jeder Hinsicht als unaufgeregte, kitschfreie Studie von Liebe, Lebensträumen und Ver­gebung. Das Ensemble trägt das souverän: „Twilight“-Star Stewart überrascht gleichermaßen durch athletische Biegsamkeit wie mit imposantem schauspielerischen Talent.

Text: Thomas Klein

tip-Bewertung: Sehenswert

„Das gelbe Segel“ (The Yellow Handkerchief) USA 2008; Regie: Udayan Prasad; Darsteller: William Hurt (Brett Hanson), Maria Bello (May), Kristen Stewart (Martine); Farbe, 96 Minuten

Kinostart: 19. November

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