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„Das Gesetz der Ehre“ mit Edward Norton im Kino

Das Gesetz der EhreUm dies zu demons­trie­ren, stellt der Autor und Regisseur Gavin O’Connor, selbst Sohn eines New Yorker Polizisten, einen irischstämmigen Polizei-Clan in den Mittelpunkt seines Films, den er gemeinsam mit seinem Zwillingsbruder ausgeheckt hat.
Familie und Polizei müssen sich gleichermaßen bewähren, als bei einer Drogenrazzia vier Cops ermordet werden – offenbar hatte ein Insider die Dealer gewarnt. Als obersten Aufklärer setzt der Polizeichef von Manhattan seinen Sohn (Edward Norton) ein, der auch gegen den eigenen Bruder und einen Schwager (Colin Farrell) ermittelt. Belastet wird das Zusammenleben ferner durch eine krebskranke Schwägerin. Während die Familie diesen Schick­sals­schlag machtlos hinnehmen muss, vertraut „Das Gesetz der Ehre“, was die Polizeiarbeit betrifft, auf familiäre Selbstheilungs­kräfte, die das Geschwür der Korruption erfolgreich eliminieren. Welch frommer Wunsch in einem oftmals dokumentarisch wirkenden Thriller, dem man ansonsten gern ein Höchstmaß an Authentizität zubilligen möchte.

Text: Jörg Schöning

tip-Bewertung: Annehmbar

Das Gesetz der Ehre (Pride and Glory), USA 2007; Regie: Gavin O’Connor; Darsteller: Colin Farrell (Jimmy Egan), Edward Norton (Ray Tierney), Jon Voight (Francis Tierney); Farbe, 125 Minuten

Kinostart: 22. Januar 2009

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