Kino & Stream

„Das Leuchten der Stille“ im Kino

Andere emailen, twittern, skypen, John und Savannah schreiben sich Briefe. Briefe, die per Feldpost zugestellt werden. Denn John ist Angehöriger der U.S. Special Forces und überall in der Welt unterwegs, das Böse zu bekämpfen, während Savannah zuhause in South Carolina als brave Soldatenbraut den Mühseligen und Beladenen hilft. Solange, bis ein besonders Beladener ihre ganze Aufmerksamkeit benötigt und John im fernen Irgendwo den schicksalhaften Abschiedsbrief erhält.
Zwischen halbwegs akzeptabler Romanze und gefährlich überzuckerter Schmonzette wan­delt Lasse Hallströms „Das Leuchten der Stille“ auf einem schmalen Grat. Für die Romanze sprechen eine brauchbare Besetzung und Hallströms nüchterne Regie, den nicht unbeträchtlichen Schmonzetten-Anteil hat die Vorlage zu verantworten: „Das Leuchten der Stille“ basiert auf einem von
Nicholas Sparks unseligen, eskapistisch-melodramatischen Groschenromanen, die Hollywood seit nunmehr zehn Jahren treudoof adaptiert, weil sie so gut zu Popcorn, Cola und Trailer-Rolle passen. Manchmal merkt man fast keinen Unterschied.

Text: Alexandra Seitz

tip-Bewertung: Zwiespältig

Orte und Zeiten: „Das Leuchten der Stille“ im Kino in Berlin

Das Leuchten der Stille (Dear John), USA 2010; Regie: Lasse Hallström; Darsteller: Channing Tatum (John Tyree), Amanda Seyfried (Savannah Lynn Curtis), Henry Thomas (Tim); Farbe, 102 Minuten

Kinostart: 6. Mai

Mehr über Cookies erfahren