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„Das Morphus-Geheimnis“ setzt auf Slapstick

In „Das Morphus-Geheimnis“ sind es die Noten zu Beethovens mythenumrankter „Morphus“-Komposition, die der zehnjährige Nicki (Jonas Hämmerle) zufällig im Gepäck hat, als er mit seinem Vater zu einem Winterurlaub aufbricht. Jeder, der das Stück hört, wird in den Schlaf versetzt. Hinter diesen wirkungsmächtigen Noten ist der Gauner Max (Oliver Korittke) her, denn er kennt ihr Geheimnis und will dieses für seine kriminelle Energie nutzen.
In einem eingeschneiten Luxushotel kommt es zum Duell zwischen Max und Nicki, den einzigen zwei Menschen, die Max’ Trompetenspiel nicht in den Tiefschlaf versetzt hat. Das produziert eine Reihe witziger Situationen, auch wenn die verführerischen Möglichkeiten der Lage eher vom Gauner Max und dann auf eher vorhersehbare Weise genutzt werden. So läuft sich der Slapstick ein wenig leer –, immerhin muss Nickis Vater am Ende anerkennen, dass sein Sohn nicht mehr der kleine und ängstliche Junge ist, sondern durch das Abenteuer ein Stück weit gereift ist.

Text: Frank Arnold

tip-Bewertung: Annehmbar

Das Morphus-Geheimnis, Deutschland 2008; Regie: Karola Hattop; Darsteller: Jonas Hämmerle (Nicki), Oliver Korittke (Gauner Max), Michael Roll (Nickis Vater); Farbe, 92 Minuten

Kinostart: 22. Januar 2009

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