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„Das Orchester von Piazza Vittorio“ im Kino

Akustisch ist ein Orchester aus lauter Solisten, darunter ein rumänischer Hackbrettspieler oder ein Griot aus dem
Senegal, schwer vorstellbar. Und weil es dann doch sehr ausgelassen klingt, ist so ein Orchester die ideale Verkörperung eines multi-ethnischen Stadtteils, wie dem römischen Kiez rund um die Piazza Vittorio Emanuele. Hier leben viele illegale Einwanderer, einige gehören zum Orchester, was nicht nur in Berslusconi-Italien ein Politikum ist. Der Film beschreibt die Geschichte der Bigband und verlässt sich dabei voll auf den Reiz der Musik. Die Biographien der Solisten kommen zu kurz.

Text: Nicolaus Schröder

tip-Bewertung: Zwiespältig

Das Orchester von Piazza Vittorio (L‘Orchestra di Piazza Vittorio), Italien 2006; Regie: Agostino Ferrente; Farbe, 93 Minuten

Kinostart: 22. April

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