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„Das schlafende Mädchen“ im Kino

Das schlafende Mädchen

Wie könnte es in einer Künstlerklasse von Joseph Beuys zugegangen sein? Glaubt man Rainer Kirberg, dann lautet die Antwort: ziemlich wahnsinnig. Hans lernt Ruth im Düsseldorfer Stadtpark kennen, eine jugendliche Streunerin, die den Beuys-Schüler sogleich in ihren Bann schlägt. Er nimmt sie bei sich auf und macht sie zum Zentrum seines künstlerischen Schaffens. Das kann nur nach hinten losgehen. Und so angestrengt, wie Hans versucht, Ruth in sein Projekt zu involvieren, ist es auch für die Zuschauer, die Kirbergs experimentellen Stil nicht gewohnt sind. Dann macht „Das schlafende Mädchen“ in etwa so viel Spaß, wie das Objekt des Künstlers verspürt, wenn er es in seiner Wohnung einsperrt.

Text: Carolin Weidner

Foto: The Sleeping Girl Joint Venture

tip-Bewertung: Ärgerlich

Orte und Zeiten: „Das schlafende Mädchen“ im Kino in Berlin

Das schlafende Mädchen, Deutschland 2011; Regie: Rainer Kirberg; Darsteller: Jakob Diehl (Hans), Natalie Krane (Ruth), Christoph Bach (Philipp); 105 Minuten; FSK k.A.

Kinostart: 17. Januar

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