Teeniekomödie

„Das schönste Mädchen der Welt“ im Kino

Da haben sich zwei Könner des deutschen Erzählkinos gefunden: zum einen auf dem Regiestuhl Aron Lehmann („Die letzte Sau“), zum anderen als Ko-Autor Lars Kraume („Das schweigende Klassenzimmer“). Sie legen eine Neuinterpretation von „Cyrano de Bergerac“ vor.

nadja klier/ tobis film

Cyril (Aaron Hilmer) hat eine große Nase. Eine sehr große Nase. So groß, dass hinter ihr sein Witz, seine Intelligenz und Sensibilität zu verschwinden drohen; in der Klasse wird er gehänselt. Doch dann tritt just vor der Klassenfahrt nach Berlin Roxy (Luna Wedler) in den Reisebus und in sein Leben. Sie freundet sich mit Cyril an, verkuckt sich aber in den hübschen, aber doofen Möchtegern-Singer/Songwriter Rick (Damian Hardung). Da Cyril sich keine Chancen bei ihr ausrechnet, fängt er an, Liebesreime über Rick an ­Roxys Ohr zu bringen. Cyril führt ein Parallelleben: Mit Maske ist er ein genialer Rapper.

Von den Battle-Raps über die Besetzung bis zu den Dialogen verströmt diese Cyrano-Version sehr viel Witz und Charme, wirkt niemals aufgesetzt oder peinlich und lässt so die ursprüngliche Aussage der Vorlage, die „inneren Werte“, neu erstrahlen.

Das schönste Mädchen der Welt D 2018, 103 Min., R: Aron Lehmann, D: Aaron Hillmer, Luna Wedler, Damian Hardung, Start: 6.9.

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