Actiondrama

„Deepwater Horizon“ im Kino

In unserer an Katastrophen reichen Welt gehörte jene um die Ölbohrplattform „Deepwater Horizon“ im Golf von Mexiko im Jahr 2010 zu den eindrücklichen

Foto: Studiocanal

Nicht nur, dass die Plattform nach einem unkontrollierten Austritt von Öl und Gas, einem „Blowout“, infolge von Explosionen und Feuer mit insgesamt 11 Toten unterging, anschließend strömte das Öl noch rund ein Vierteljahr ungehindert in den Ozean und verursachte die weltweit bislang größte Ölpest. Nachdem das Leck schließlich aufwändig verschlossen worden war, wies der Untersuchungsbericht eine erhebliche Menge an Schlampereien nach: Sicherheitssysteme funktionierten nicht oder waren abgestellt, Sicherheitstests waren nur unzureichend durchgeführt worden.

Das Actiondrama „Deepwater Horizon“ von Regisseur Peter Berg zeichnet diesen Teil des Desasters mit Mark Wahlberg in der Rolle des mahnenden Cheftechnikers Mike Williams schlüssig und unpathetisch nach, ohne daraus ein ödes Heldenepos zu machen.

Im Grunde hatte die Realität das klassische Katastrophenfilmszenario ja bereits vorgegeben: Der Film steigert sich von der kleinen Panne bis zum großen Unheil, wobei zwangsläufig viele technische Details erläutert werden. Aber wenn schließlich alles kracht und explodiert, die Sicherheitsscheiben bersten und die Hölle losbricht, bekommt man für einen kurzen Moment tatsächlich das Gefühl, mittendrin zu sein im Inferno.

Deepwater Horizon USA 2016, 107 Min., R: Peter Berg, D: Mark Wahlberg, Gina Rodriguez, Kurt Russell, Start: 24.11.

Bewertungspunkte3

 

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