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„Der Adler der neunten Legion“ im Kino

Der_Adler_der_neunten_LegionDie Bücher der britischen Autorin Rosemary Sutcliff gehören zu den Klassikern der Jugendliteratur. Titel wie „Der Adler der neunten Legion“, „Der silberne Zweig“ und „Drachenschiffe drohen am Horizont“ standen auch beim Verfasser dieser Zeilen im Regal: historische Abenteuerromane für Jungen von etwa 12 Jahren, die geschickt genaue Kenntnisse der Geschichte mit frei Erfundenem vermengen.

Den bekanntesten von Sutcliffs Romanen, „Der Adler der neunten Legion“, hat Regisseur Kevin Macdonald jetzt in einen absolut gradlinigen Abenteuerfilm übersetzt, der im Kern um die sich entwickelnde Freundschaft des jungen Römers Marcus Aquila zu seinem kaledonischen Sklaven Esma kreist. Denn in der feindlichen Welt Nordbritanniens jenseits des Hadrianswalls, wo Marcus nach dem titelgebenden Feldzeichen sucht, das mitsamt der von seinem Vater befehligten Legion vor Jahren spurlos verschwand, sind beide ganz auf einander angewiesen. Am Ende lernt Marcus die Freundschaft höher zu schätzen als abstrakte Ehrbegriffe, da ist der Film ganz bei Sutcliff, wenngleich er in der drastischen Darstellung des Kriegs zwischen Besatzungsmacht und einheimischen Stämmen die Altersstufe des avisierten Publikums doch ein wenig heraufzusetzen scheint. Vielleicht hat sich aber im Laufe der Jahre auch einfach verändert, was man glaubt, 12-Jährigen zumuten zu können.

Text: Lars Penning

tip-Bewertung: Sehenswert

Orte und Zeiten: „Der Adler der neunten Legion“ im Kino in Berlin

Der Adler der neunten Legion Großbritannien 2010; Regie: Kevin Macdonald; Darsteller: Channing Tatum (Marcus Aquila), Jamie Bell (Esca), Donald Sutherland (Onkel Aquila); 114 Minuten; FSK k.A.

Kinostart: 3. März

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