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Der Animationsfilm „Mullewapp“ im Kino

Mäuserich Johnny Mauser würde gern Schauspieler sein. Statt­des­sen fliegt er beim Vorsprechen hochkant hinaus und gelangt auf seiner Frustwanderung ins har­mo­­nische Bauernhöfchen Mullewapp. Dort wickelt er die meisten Tiere lässig um den Finger, nur der Hahn bleibt skeptisch ob des neuen Zampanos. Erst als Johnny zusammen mit zwei Tierkollegen los­zieht, um das gekidnappte Lämmchen Wolke zu befreien, ent­de­cken Mauser und die anderen, was tatsächlich in ihnen steckt, und dass man – dank Teamwork – sogar mit einem gefräßigen Wolf fertig wird.
Dass Benno Fürmann den Mäuserich und Kati Witt eine der hofansässigen Hennen spricht, ist natürlich nur für die Eltern interessant. Doch für Kinder schwelt die Handlung nach einem Buch von Helme Heine recht lange nebulös und wenig kindgerecht vor sich hin, deutet manche Verwick­lun­gen nur an und erklärt viel zu wenig, bis bei ein paar Actionszenen endlich Stimmung aufkommt. Der böse Wolf allerdings, dessen subtiler Witz für Hosenmätze teilweise unverständlich bleibt, ist ganz schön gruselig. Hoffentlich gibt es da nach dem Kinobesuch nicht schlaflose Nächte.

Text: Jenni Zylka

tip-Bewertung: Zwiespältig

Orte und Zeiten: „Mullewapp“ im Kino in Berlin 

Mullewapp, Deutschland/Italien/Frankreich 2009; Regie: Jasper Moeller und Toni Loeser; Stimmen: Benno Fürmann (Johnny), Christoph Maria Herbst (Franz von Hahn), Joachim Krуl (Schwein Waldemar); Farbe, 77 Minuten

Kinostart: 23. Juli

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