Romantische Komödie

„Der Effekt des Wassers“ im Kino

Gutmütige Komödie, die zwei nur auf den ersten Blick sehr unterschiedliche Mentalitäten feiert

Arsenal Filmverleih

Im heimischen Schwimmbad sieht der Kranführer Samir eines Tages die Schwimmlehrerin Agathe und verliebt sich Hals über Kopf in die resolute kleine Frau. Um ihr näher zu kommen, gibt der Pariser vor, nicht schwimmen zu ­können und nimmt bei Agathe Unterricht. Die beiden kommen sich näher (natürlich auf ­einem Sprungturm), doch Samirs Flunkerei muss irgendwann auffliegen – Agathe lässt ihn stehen. Doch so leicht gibt der stoische Held nicht auf. Als Agathe in Reykjavik an einem ­internationalen Bademeisterkongress teilnimmt, reist ihr Samir einfach hinterher. Der Beginn eines abenteuerlichen Trips für alle Beteiligten.

„Ein Schwimmbad ist ein sehr demokratischer Ort, da die Zeichen der sozialen oder religiösen Zugehörigkeit unter dem eng anliegenden ­Badeanzug verschwinden“ – ein schönes Zitat von Sólveig Anspach. Die isländische Koautorin und Regisseurin starb mitten in der Schnittphase ihres nun letzten Filmes überraschend. Ihr Vermächtnis: diese gutmütige Komödie, die zwei nur auf den ersten Blick sehr unterschiedliche Mentalitäten feiert – die isländische und die von Anspachs Wahlheimat Frankreich.
Neben der ungewöhnlichen, recht feuchten Liebesgeschichte zeichnet die romantische Komödie vor allem liebevoll diverse Neben­figuren wie die treudoofen Angestellten im ­Hallenbad oder die quirligen isländischen ­Betreuer, die sich in Reykjavik um Agathe und Samir kümmern. Das macht Spaß beim ­Zusehen und wirkt auf unverkrampfte Art völker­verbindend.

L’Effet aquatique (OT) ISL/F 2015, 83 Min., R: Sólveig Anspach, D: Florence Loiret Caille, Samir Guesmi, Didda Jónsdóttir, Philippe Rebbot, Start: 25.5.

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