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„Der ganz normale Wahnsinn – Working Mum“ im Kino

Der ganz normale Wahnsinn - Working Mum

„Normal“, wie es der deutsche Filmtitel suggerieren will, ist bei Sarah Jessica Parker gar nichts, nicht einmal der Wahnsinn. Auch jenseits ihrer luftigen „Sex and the City“-Welt umgibt SJP eine Aura der abgehetzten Leichtigkeit, die sich in Douglas McGraths sacharinsüßer Komödie in egozentrischer Seichtigkeit niederschlägt. In der Rolle der Kate Reddy macht Parker zwar als Fondsmanagerin Karriere, leidet aber unter ihrer Doppelbelastung als Ehefrau und Mutter von zwei Kindern. Hin- und hergerissen zwischen der nach Aufmerksamkeit hungernden Familie und dringenden Geschäftsreisen nimmt sich Kates Dilemma im wohligen Geldambiente der Bostoner Oberschicht meist reichlich kapriziert und nur manchmal komisch aus. Zumal die Spannungen, die sich hier gelegentlich ergeben, durch einen Verständnis triefenden Ehemann und eine tolle Kinderfrau bis zur Spannungslosigkeit abgefedert werden. Mit dem Charme eines kleinen Mädchens und dem Designer-Outfit einer Schwerverdienerin ist Parker immer von dem distinkten Gefühl umgeben, dass ihr ohnehin nie etwas Ernsthaftes passieren kann. Das mag man märchenhaft nennen – oder einfach nur verlogen.

Text: Alexandra Seibel

Foto: Craig Blankenhorn / 2011 The Weinstein Company

tip-Bewertung: Uninteressant

Orte und Zeiten: „Der ganz normale Wahnsinn – Working Mum“ im Kino in Berlin

Der ganz normale Wahnsinn – Working Mum (I Don’t Know How She Does It), USA 2011; Regie: Douglas McGrath; Darsteller: Sarah Jessica Parker (Kate Reddy), Pierce Brosnan (Jack Abelhammer), Greg Kinnear (Richard Reddy); 95 Minuten; FSK k.A.

Kinostart: 17. November

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