Animationsfilm

„Der Grinch“ im Kino

Der 1991 verstorbene US-amerikanische Schriftsteller und Zeichner Dr. Seuss (Theodor Seuss Geisel) gehört zu den populärsten Kinderbuchautoren seiner Heimat, sein dortiger Bekanntheitsgrad entspricht in etwa dem von Max Kruse, Astrid Lindgren oder Otfried Preußler bei uns.

Universal Studios

Zu Seuss’ populärsten Kreationen gehören die in einer Parallelwelt auf einem Staubkorn lebenden Who-Wesen (auf Deutsch: Hu) – und natürlich der Grinch, ein grünhäutiges, stets schlecht gelauntes Fantasiegeschöpf, das in einer Höhle in der Nähe von Whoville lebt. Er hasst Weihnachten derart, dass er schließlich beginnt, den Who-Leuten ihre Weihnachtsdekorationen und Geschenke zu stehlen, um dem freudigen Fest den Garaus zu machen.

Ein Realfilm aus dem Jahr 2000 mit Jim Carrey in der Titelrolle hatte die in Reimen verfassten Grinch-Abenteuer schon einmal in eine durchaus etwas gruselige Fantasy-Story adaptiert, der nun vorliegende Animationsfilm des Illumination-Studios („Ich – Einfach unverbesserlich“) richtet sich allerdings an eine viel jüngere Zielgruppe.

Hier ist von der ersten Minute an klar, dass der zynisch-grummelige Grinch eigentlich ein durchaus liebenswerter Charakter ist, den es lediglich ein klein wenig auf Abwege geführt hat. Insofern wundert das familienfreundliche und herzerwärmende Finale nicht, das auch dem Grinch schließlich ein frohes Fest in liebevoller Gemeinschaft beschert. Das alles ist vom Design her hübsch anzusehen – und auch durchaus lustig für Kinder ab dem Vorschulalter.

Der Grinch USA 2018, 86 Min., R: Yarrow Cheney, Scott Mosier, Start: 29.11.

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